Aktuelles


Tag der Pflege


#wirfeiernpflege

zum international ausgerufenen Tag der Pflege am 12. Mai wurde eine Fotoaktion mit dem Motto „#wirfeiernpflege“ gestartet.

Der Fokus lag auf Azubis diakonischer Einrichtungen, die darauf aufmerksam machten, den Wert der Pflege zu stärken. Auf vielen Social-Media-Kanälen wurden die kreativen Bilder gepostet um die Aktion der Diakonie Württemberg zu unterstützen.

Angesichts der zugespitzten Situation fragten wir uns, ob wir derzeit oder jemals „Pflege feiern“ können. Dem Bild ist zu entnehmen, dass wir das Motto „ernst“ genommen haben.

Es ist uns ein Anliegen deutlich zu machen, wie wichtig es ist den oft „Grau in Grau“ dargestellten Pflegeberuf, als einen bunten, vielfältigen und lebenswichtigen Beruf zu präsentieren und für die Ausbildung zu werben.

 

Alexandra Brenner

 


Neues vom betreuten Wohnen im Sonnenfeld - März 2020


Karl-Heinz-Lüth-Strasse 4

© Eugen Müller

Karl-Heinz-Lüth-Strasse 8

© Eugen Müller


Seit Herbst 2018 sind Bewohner ins Haus Sonnenfeld eingezogen. Die Seniorenwohnanlage mit Betreutem Wohnen (24 Wohnungen) und Betreutem Wohnen Plus (15 Wohnungen) ist vollständig belegt. Die Bewohner haben sich gut eingelebt. Sie nutzen die Angebote der kirchlichen Sozialstation, des Pflegeheims und der Kirchengemeinde.

Die Bewohner können jederzeit bei Bedarf auf die Sozialstation zugehen, um Beratung, pflegerische oder/und hauswirtschaftliche Unterstützung zu erhalten. Auch bietet die Sozialstation das FrischeMobil, die Anlieferung von heißem Essen, frisch gegart, oder Tiefkühlmenüs an.

Die Sozialarbeiterin Claudia Queißer bietet jede Woche eine Bunte Stunde mit Gedächtnisübungen, Kommunikation und Bewegung an. Als besondere Angebote werden gemeinsame Unternehmungen angeboten, wie der Besuch einer Besenwirtschaft, ein Ausflug ins Stadtmuseum oder der Besuch einer Veranstaltung der Kirchengemeinde. Bei den Veranstaltungen und Ausflügen sind auch die Bewohner des Betreuten Wohnens in der Brunnenstraße regelmäßig dabei.

In der Cafeteria des Pflegeheims Sonnenfeld finden in Kooperation mit dem Pflegeheim Veranstaltungen statt, wie das Erzählcafe mit Schülern des Lichtenstern Gymnasiums.

Am Mittwoch Vormittag, 14 tägig, lädt Christiane Hähnle und ihr Musikteam zum gemeinsamen Singen in die Cafeteria ein. Dort findet auch jeden Donnerstag Vormittag ein Gottesdienst statt.

Der Gemeinschaftsgedanke des Betreuten Wohnens wird bei etlichen Bewohnern umgesetzt, indem sie selbst private Treffen organisieren. Einige Bewohner treffen sich in einer Räumlichkeit der Sozialstation zum Spielenachmittag. Ein gelungenes Wohnen und Leben im Haus am Sonnenfeld.

Aktuelle Berichte aus dem Einblick

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40 Jahre Kirchliche Sozialstation Sachsenheim
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AUSSENSTELLE WIRD DRINGEND BENÖTIGT – BERICHT DER SACHSENHEIMER ZEITUNG VOM 27. JULI 2019

© Martin Kalb

Außenstelle wird dringend benötigt

Das Team der Kirchlichen Sozialstation Sachsenheim könnte seine Aufgaben mit einer Dependance im Kirbachtal noch besser erfüllen. Von Michaela Glemser

 

Die Stadt mit ihren sechs Stadtteilen ist eine Flächenstadt. Wer von Großsachsenheim nach Häfnerhaslach im Auto fährt, braucht dafür mindestens 20 Minuten. Dies wird auch den Ambulanten Pflegekräften der Kirchlichen Sozialstation Sachsenheim täglich bewusst, wenn sie von ihrem Standort in der Karl-Heinz-Lüth-Straße in Großsachsenheim zu ihren Patienten ins Kirbachtal fahren.

„Die lange Anfahrtsstrecke ins Kirbachtal macht immerhin 40 Prozent der Arbeitszeit der betroffenen Pflegefachkraft aus. In Groß- und Kleinsachsenheim dagegen liegt dieser Anteil lediglich bei 20 bis 25 Prozent“, erklärt Lothar Kämmle, Geschäftsführer der Sozialstation. Mit einer Außenstelle im Kirbachtal könnte die Fahrstrecke verkürzt werden. So bliebe mehr Zeit für die Pflege. „Eine solche Außenstelle, beispielsweise in Hohenhaslach, mit unserem Kooperationspartner, der Evangelischen Altenheimat, muss natürlich auch wirtschaftlich agieren können. Daher brauchen wir ein Konzept in Verbindung mit Betreutem Wohnen oder auch einer Kurzzeit- oder Tagespflege“, betont Kämmle, „denn in diesem Bereich ist der Bedarf auch im Kirbachtal groß.“ Genau ein solches kombiniertes Seniorenzentrum, ähnlich wie es jüngst in Großsachsenheim eröffnet wurde, ist aktuell in Planung.

 

An Werktagen fahren die Pflegekräfte der Sozialstation drei- bis viermal täglich zu ihren Patienten ins Kirbachtal. Die Kosten dafür sind rein aus betriebswirtschaftlicher Sicht mit der Fahrkostenpauschale, die die Patienten zahlen, nicht abgedeckt. „Eigentlich entsteht dadurch ein Abmangel, den wir aber mit einem Plus an anderer Stelle wieder kompensieren, denn seit 2015 wirtschaften wir ohne Defizit“, erläutert Kämmle. Er ist davon überzeugt, dass dies auch weiterhin gelingen wird. „Dennoch wäre natürlich mit einer Außenstelle vor Ort im Kirbachtal vieles einfacher. Auch für unsere Mitarbeiter, die in Hohenhaslach, Häfnerhaslach, Ochsenbach oder Spielberg wohnen und nicht erst jeden Morgen nach Großsachsenheim zu unserem Standort fahren müssten, um die Dienstfahrzeuge abzuholen“, schildert Kämmle, der sich von einer Außenstelle auch mehr Attraktivität für die Anwerbung neuer Mitarbeiter aus dem Kirbachtal verspricht.

 

Aktuell kommen 25 Prozent der Patienten aus dem Kirbachtal. 22 Prozent der Menschen, die Hilfe im hauswirtschaftlichen Bereich von der Sozialstation in Anspruch nehmen, wohnen ebenfalls in Hohenhaslach, Ochsenbach und Co.. Die Kunden, die das „Essen auf Rädern“-Angebot der Sozialstation nutzen, kommen zu 29 Prozent aus dem Kirbachtal. Warmes Essen wird nur bis Ochsenbach geliefert. Kunden in Häfnerhaslach können Tiefkühlgerichte in einer speziellen Mikrowelle fertig kochen. 

Ehrenamt auf dem Land höher

„Egal ob im Kirbachtal oder in Groß- oder Kleinsachsenheim: Die Menschen wollen möglichst lange selbständig zu Hause leben können. In ländlichen Bereichen ist dies mit der Unterstützung der Familienangehörigen und eventuell unserer Hilfe vielleicht etwas länger möglich als in städtischen Gebieten, wo viele Senioren doch auch alleine ohne Familienanschluss wohnen,“ ist Kämmles Eindruck. Auch die Bereitschaft zum Ehrenamt, gerade im Bereich der Seniorenbetreuung, sei in ländlicheren Regionen wie dem Kirbachtal eher vorhanden. „Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass wir mit den Kirchen vor Ort und Ehrenamtlichen auch im Kirbachtal eine Demenzgruppe ähnlich wie in Großsachsenheim einrichten. Der Bedarf ist sicherlich vorhanden.“

 

Pro Tour versorgen die Pflegefachkräfte rund 17 bis 30 Patienten. Passiert auf der Fahrt etwas Unvorhergesehenes, entscheidet die Pflegedienstleitung, ob ein Ersatzfahrzeug geschickt wird. Die Patienten werden über eine eventuelle Zeitverzögerung benachrichtigt.

Bericht in der Sachsenheimer Zeitung 2. Juli 2019