Aktuelles

Jens Spahn in Sachsenheim


Fotos: © Andreas Essig

Gesundheitsminister Jens Spahn und Fabian Gramling zu Gast im Haus am Sonnenfeld

In Zeiten von Wahlkampf und Pandemie hat uns am 18. September 2021 der amtierende Gesundheitsminister Jens Spahn zu einer offenen Diskussionsrunde in Sachen Pflege im Haus am Sonnenfeld besucht.

Die Kooperationspartner Kirchliche Sozialstation Sachsenheim und die Evangelische Altenheimat waren mit Vertreter aus Vorstand, Träger Leitung und natürlich engagierten Mitarbeitern aus der Pflege gut in der Diskussionsrunde vertreten.

Nach einer Begrüßung von Pfarrer Hofmann hatten alle Beteiligten die Möglichkeit die Probleme des Alltags aus dem Bereich der Pflege offen mit Herrn Spahn zu diskutieren.

Sowohl in der stationären Pflege, wie auch im ambulanten Bereich hat sich schnell ein akutes Problem herauskristallisiert, nämlich der Personalmangel und daraus resultierender Belastung beim Pflegpersonal.

Herr Spahn hat jedem Redner aufmerksam zugehört. Er betonte, was sein Ministerium in den letzten 3 Jahren bewegt hat, musste anhand der Schilderungen jedoch auch feststellen, dass die Maßnahmen noch nicht ausreichend sind und noch mehr getan werden muss.

Herr Spahn bemängelte, dass im Bereich der Altenpflege häufig negativ berichtet wird und man sich deshalb nicht wundern muss, wenn es wenig Bereitschaft gibt in der Pflege zu arbeiten. Er wünscht sich, dass die Mitarbeiter die positiven Dinge der täglichen Arbeit in der Pflege der Bevölkerung bewusst machen.

Weitere Themenblöcke, wie die Neuausrichtung der Ausbildung in der Pflege, Rettungsschirm und Finanzierung der Pflegeeinrichtung, waren Bestandteil der Diskussionsrunde.

Es hätten sich sicherlich noch viel mehr an aktuellen Gesprächsthemen ergeben, leider war die Stunde die Herr Spahn an Besuchszeit mitgebracht viel zu schnell vergangen.

Als gemeinsame Erinnerung gab es zum Schluss bei schönstem Wetter noch ein Gruppenfoto vor dem sehenswerten Haus am Sonnenfeld.

Als Resümee lässt sich feststellen, dass auch ein persönlicher Besuch des Gesundheitsministers  die Probleme des Alltags nicht löst. Wir kommen dem Wunsch von Herr Spahn gerne nach, die Pflege positiv darzustellen und sind somit guter Hoffnung, dass er unsere Wünsche und Sorgen in sein Gesundheitsministerium mitnimmt, damit diese irgendwann in Erfüllung gehen.

Herr Gramling war tief beeindruckt von der Schilderung des Pflegealltags, dass er spontan angeboten hat, einen Tag in der Pflege zu hospitieren. Ob er sich nach der Wahl noch an diese Aussage erinnert. Wir werden sehen….

Lothar Kämmle


Bericht der Ludwigsburger Kreiszeitung darüber hier


VR-Bank Neckar-Enz spendet wieder zwei VRmobile an soziale Dienste

Die Sozialstationen in Sachsenheim und Ludwigsburg-Eglosheim können in Zukunft hilfsbedürftige Menschen noch besser unterstützen: Möglich macht dies eine Spende von zwei VW e-Ups durch die VR-Bank Neckar-Enz.

Mit der Spende der VRmobile will die Bank die Sozialstationen bei der Versorgung hilfsbedürftiger Menschen unterstützen. „Wir verbessern die Mobilität der Pflege- und Hilfspersonen und damit die Betreuung der Menschen zu Hause. Und leisten erstmals einen Beitrag zur Umstellung der Sozialstationen auf Elektrofahrzeuge“, betonen die beiden Regionaldirektoren der VR-Bank.

Die VRmobile stehen der Sozialstation Sachsenheim und der Sozialstation in Eglosheim auf Leasingbasis für drei Jahre zur Verfügung. Finanziert wird die Spende aus dem Spendentopf des Gewinnsparens der VR-Bank Neckar-Enz.

Die beiden Sozialstationen kennen dieses Procedere bereits. Denn die neuen VRmobile ergänzen den bereits bestehenden Fuhrpark. Von den seit 2009 gespendeten 23 VRmobilen sind für die Sozialstationen in Sachsenheim und in Eglosheim jetzt jeweils drei Fahrzeuge unterwegs.

So funktioniert das Gewinnsparen: Ein Los kostet zehn Euro, davon gehen 7,50 Euro auf ein Sparkonto und 2,50 Euro sind der Spieleinsatz. Von diesem werden nach der Abgabenordnung pro Los rund 63 Cent an gemeinnützige Einrichtungen in der Region gespendet. „Mit jedem Los, das unsere Mitglieder und Kunden kaufen, stärken sie das gesellschaftliche und soziale Netz in unserer Region“, betont die VR-Bank. Das gesamte Spendenaufkommen der Bank aus dem Gewinnsparen beträgt jährlich über 193.000 Euro.

Mit der Spende der VRmobile beteiligt sich die VR-Bank Neckar-Enz an einem Projekt der baden-württembergischen Volksbanken und Raiffeisenbanken, die in diesem Jahr insgesamt 117 VRmobile an gemeinnützige Pflege- und Sozialdienste in ganz Baden-Württemberg spenden. In einer Großveranstaltung am 2. Oktober auf Schloss Solitude in Stuttgart wurden die Fahrzeugschlüssel offiziell überreicht. Als Vertreter des Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg war Ministerialdirigent Dr. Tobias Schneider vor Ort.


Viele kleine Mutmacher

 

Mit Christiane Hähnle freuen sich Bürgermeister Holger Albrich, Sozialstation-Geschäftsführer Lothar Kämmle der Liederkranz Ochsenbach, Mitglieder von „Einfach Singen“, Künstlerin Helga Ottenbacher sowie Bewohner und Mitarbeiter des Pflegeheims. Foto: Torsten Keppel

 

Sonnenfeld: Ein Poesie- und Sprüchegarten lädt in Großsachsenheim zum Innehalten ein.

Vor dem Pflegeheim Sonnenfeld in Großsachsenheim flatterten am Samstag weiße Fähnchen im stürmischen Wind. „Musik“, „Offenheit“, „Achtsamkeit“ waren der Begriffe, die auf dem hellen Drachenstoff zu lesen waren. „Das sind unsere Wünsche-Fahnen, die sich wie ein guter Segen über die Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegeheims und des angeschlossenen Betreuten Wohnens, aber auch über Spaziergänger und Besucher unserer ganz besonderen Ausstellung spannen sollen“, berichtete Christiane Hähnle. Sie ist Sprecherin des Organisatoren-Teams der Freiluftaktion „Auf ein Wort…Poesie am Sonnenfeld“, die in den kommenden acht Wochen rund um den Eingang des Pflegeheims zu sehen sein wird.

Schon im Oktober hatten die Organisatoren mit dem Konzert „Miteinander“, bei dem rund 100 Sängerinnen und Sänger gemeinsam mit den Menschen im Pflegeheim musiziert haben, ein Zeichen für mehr Gemeinsinn und Menschlichkeit gesetzt. Dies soll mit der Ausstellung erneuert und bekräftigt werden.

Die Fahnen sind in Anlehnung an tibetische Gebetsfahnen entstanden. Außerdem können sich die Besucher auch beim Weg durch den „Sprüchegarten“ inspirieren lassen. So hat die Bissinger Künstlerin Helga Ottenbacher Stühle und Holzbilder mit Sprüchen verziert: „Bereue nie etwas, das dich zum Lächeln gebracht hat“ oder „Aufstehen, Krönchen liegen lassen, Haar zerzausen und das Leben rocken“. Bunte Herzen und bemalte Steine sind ebenso Blickfänge. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegeheims haben Holzstelen und Steine bemalt, die für willkommene Farbtupfer sorgen.

Weise Worte

Zum Innenhalten laden zudem die weisen Worte bedeutender Dichter und Menschen ein. „Von Karl Valentin bis zum Dalai Lama haben wir Sprüche auf weißen Drachenstoff aufgeschrieben und aufgehängt, die den Besuchern ein Lächeln ins Gesicht zaubern oder ihnen Mut machen sollen“, erläuterte Hähnle, „wir wollen in dieser Pandemie-Krise einem jeden einen positiven Input geben und ein Zeichen für ‚Miteinander‘ setzen.“

„Ein tolles Team“

Mit dem Spruch „Freundschaft, das ist wie Heimat“ wird beispielsweise an den Schriftsteller Kurt Tucholsky erinnert und mit „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“ an den Philosophen Martin Buber. Der Ochsenbacher Landschaftsgärtner Hartmut Hirsch hat bei der Gestaltung der Freiluft-Ausstellung mitgeholfen. „Wir waren wieder einmal ein tolles Team. Alle haben großen ehrenamtlichen Einsatz gezeigt“, lobte die Organisatorin.

Auch Bürgermeister Holger Albrich freute sich über die Aktion: „In dieser Ausstellung sind viele gute Worte und Sprüche zu lesen, die zum Nachdenken animieren. Ich danke den Verantwortlichen, dass sie diese Ausstellung in dieser Zeit möglich gemacht haben.“. Der Liederkranz Ochsenbach wiederum hatte eine besondere Überraschung zur Ausstellungseröffnung mitgebracht. Der Vorsitzende Wulf Ippich erklärte: „Normalerweise ist es gute Tradition, dass wir mit unserem Chor einmal im Jahr um diese Zeit im Pflegeheim singen. Das können wir wegen der Corona-Lage in diesem Jahr nicht. Wir wollen aber dennoch unsere Grüße an die Bewohner senden und haben für jeden ein kleines Osternest mit echtem Moos aus dem Kirbachtal und Eiern aus unserer Heimat mitgebracht.“

Michaela Glemser

 

Info „Uns ist es wichtig zu betonen, dass wie schon beim Konzert im Oktober alle AHA-Regeln eingehalten werden müssen. Das Tragen einer Maske und die Einhaltung eines Abstands von zwei Metern zwischen den Besuchern ist auch bei unserer Ausstellung Pflicht“, unterstrich Hähnle.



 

Freie Fahrt für Bewohnerinnen und Bewohner vom Haus am Sonnenfeld und weitere ältere Menschen: Der Förderverein Alten-und Krankenpflege Sachsenheim kauft E-Bike Rikscha

 

Die Freude im Seniorenzentrum Haus am Sonnenfeld war groß: Lothar Kämmle, Geschäftsführer der kirchlichen Sozialstation Sachsenheim und Patricia O’Rourke, Leitung des Pflegeheimes Sonnenfeld, sind begeistert über die Anschaffung einer E-Bike Rikscha für die Seniorinnen und Senioren.

Es handelt sich hierbei um eine sehr großzügige Spende des Förderverein Alten-und Krankenpflege Sachsenheim.

Initiiert von Günter Blum, Lothar Kämmle und Diakon Albert Wild, wurde die Rikscha beim Fahrradlädle Schlotterbeck gekauft. Die Rikscha kann bis zum Frühjahr/ Sommer dieses Jahres unentgeltlich auf einem Tiefgaragenplatz einer Bewohnerin im Betreuten Wohnen abgestellt werden.

Bei dem Projekt handelt sich um ein Spendenprojekt. Spender wie die Itzel Stiftung München, die katholische Kirchengemeinde St. Franziskus, die evangelische Kirchengemeinde, das Fahrradlädle Schlotterbeck und die Sozialstation Sachsenheim haben sich an dem Projekt finanziell und durch Sachspenden beteiligt.

Die älteren Menschen können das Angebot der Rikschafahrt nutzen, sei es für eine Spazierfahrt oder als Transportmöglichkeit. Ehrenamtliche Mitglieder des Turnvereins sind als Fahrer eingewiesen und übernehmen die Fahrten. Die E-Bike Rikscha ist ein gut durchdachtes Fahrrad, mit dem 1-2 Personen transportiert werden können. Dadurch, dass die Passagiere vorn sitzen, sind Gespräche zwischen den Fahrern und den Passagieren mühelos möglich. Durch ein Sitzkissen, ein Regendach und eine wasserfeste gefütterte Decke für die Beine ist die Rikscha komfortabel für die Passagiere.

 

Claudia Queißer

 


Einblick - aus dem Gemeindeblatt der evang. Kirchengemeinde Großsachsenheim

Kirchliche Sozialstation wechselt auf E-Flotte


Als es 2014 in die Planungsphase des Neubaus der Kirchlichen Sozialstation Sachsenheim ging, hieß das Motto «Wenn schon Neubau, dann ökologisch nachhaltig.» Dieser Leitgedanke umfasste selbstverständlich auch den Fuhrpark der Einrichtung. Zwischenzeitlich wurden die ersten vier Elektro-Fahrzeuge in Betrieb genommen. Bis Ende 2020 werden zwei weitere folgen und in 2021 wird in fünf neue E-Fahrzeuge inklusive notwendiger Ladestationen investiert werden.

 

Ökologisch und praktisch zugleich

Die E-Fahrzeuge kommen bei den MitarbeiterInnen der Sozialstation sehr gut an. Laut Rückmeldungen sind die Autos viel leichter zu fahren. Die Automatik der Elektro-Fahrzeuge – das «Nicht-Schalten-Müssen» – sei bei den vielen Fahrten eine große Erleichterung. Zudem seien die Autos insgesamt bequemer und das Aussteigen fällt leichter. Ein wenig ungewohnt waren zu Beginn die etwas «anderen» Fahrgeräusche. Unter 30 km/h wird bei Elektro-Fahrzeugen ein künstlicher Klang generiert, damit die ansonsten nahezu geräuschlosen Fahrzeuge von den weiteren Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werden. Unsere MitarbeiterInnen haben tagtäglich einen harten Job. Daher ist es für sie ein Zeichen der Wertschätzung, wenn sie in ein Auto einsteigen und sagen können:» Wow, klasse!»

Im Sinne des ökologischen Nutzens werden die Elektro-Fahrzeuge mit Ökostrom betankt. Wir haben das Projekt anfangs vom Umfang her unterschätzt, aber der Einsatz und Aufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir wollen mit dem Projekt auch andere ermutigen, diesen Schritt zu machen. Denn das Thema «Klima» betrifft uns alle und jeder kann auf seine Weise einen Beitrag leisten.

 

Finanzierung

Für die ersten Fahrzeuge wurde eine Kombination der Förderprogramme «Saubere Luft» und dem «BW-e-Gutschein» in Anspruch genommen. Neben den staatlichen Förderungen finanziert unser Träger, die Evangelischen Kirchengemeinde Großsachsenheim, die Ladeinfrastruktur der Ladesäulen.

 

Aktuell ist die Förderlandschaft im Bereich der Elektromobilität sehr attraktiv und zugleich komplex. Daher ist es wichtig, genau zu prüfen, welche Förderungen für den jeweiligen Anwendungsfall infrage kommen.

Technische Umsetzung

Neben den finanziellen Fragen galt es die technischen Anforderungen zu lösen. Da Sachsenheim eine Flächenstadt ist, hatten wir zu Beginn des Projekts Sorge um ausreichende Reichweite. Aufgrund fortschrittlicher Batterietechnik ist dies heute kein Thema mehr. E-Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur wurden dementsprechend ausgewählt, sodass die Reichweite für die täglichen Touren sichergestellt werden konnte. Aufgrund der Standzeiten bleibt genügend Zeit, um langsam zu laden und sich somit einen großen Trafo zu sparen. Die gewählte «Wallbox-Lösung» ist preiswert sowie einfach in der Handhabung und Verwaltung. Inbegriffen ist die Auswertung der Daten zu Ladevorgängen und Strombedarf sowie ein Zugangsschutz, sodass nur berechtigte Personen laden können. Ein intelligentes Lastmanagement lädt die Fahrzeuge nach ihrem Strombedarf.

Lothar Kämmle


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